Besuch auf der Internationalen Garten Ausstellung in Berlin Marzahn-Hellersdorf

Besuch auf der Internationalen Garten Ausstellung in Berlin Marzahn-Hellersdorf

13 Apr, 2017 |
Impact Economy Kommentar Kultur Reportage Uncategorized

Internationale Gartenbauausstellungen haben eine lange Tradition. Heute eröffnete die IGA in Berlin. Als Projektpartner für das Thema ‘Digitalisierung im Grünen’ war ich heute vor Ort um mir die Eröffnungsveranstaltung anzusehen. Fotos hier!

Um es direkt zu sagen ob sich ein Besuch dort lohnt, trotz des durchaus stattlichen Eintrittspreises von bis zu 20,- für die Tageskarte – Die Antwort ist JA! Wer die ‘Gärten der Welt’ schon kannte wird nun durch eine große Erweiterung eingeladen, das Gelände zu besuchen. Klar ist die Strecke die man zurücklegen muss vom Alexanderplatz nicht unbedingt kurz. Dauer 26 Minuten, aber wenn wir das in anderen Metropolenkontexten betrachten – der Royal Botanic Gardens, Kew in London ist auch weiter von der Innenstadt entfernt – kann man von einer erreichbaren Lage sprechen. Natürlich kann die IGA weder vom Baumbestand noch von den traditionellen Bauten und Wegen mit dem Kew mithalten. Doch kann man erahnen, wie zeitgenössische Parkplanung aussehen kann.

Die MacherInnen haben dafür gesorgt, dass das Gelände gut erschlossen ist. Wenn man also an der U5 Haltestelle Kienberg ankommt hat man nach kurzer Laufzeit direkt eine Seilbahn die einen sofort aus dem Alltag hebt. Das Gelände insgesamt besticht durch seine Struktur (Alt & Neu) und wirkt selbst am ersten Tag nicht künstlich oder aufgesetzt. Berlin ist also um eine Attraktion reicher!

Das Besucheraufkommen am ersten Tag war aus meiner Perspektive gut. Nicht überlaufen, aber alles andere als leer. Was wir nicht verschweigen dürfen ist natürlich die Lage im Bezirk Marzahn-Hellerdorf. Hier konnte die AfD mehr als 23% der Stimmen gewinnen bei der letzten Abgeordnetenhaus Wahl. Dieser Weltsicht konnte ich auch gleich zuhören als in einer gastronomischen Einrichtung neben mir am Tisch vom “faulen Japsen” gesprochen wurde, wie selbstverständlich über den Kellner sprechend. Es ist weiterhin ein weiter Weg zu der weltoffenen Stadt Berlin wenn wir über den S-Bahnring hinaus schauen.

Die IGA hat das Potenzial neuen Wind in den Bezirk zu bringen. Weitere kurze Gespräche die ich hören konnte waren durchaus von Stolz geprägt, jetzt in M-H so eine tolle Veranstaltung zu haben.

Ich werde auf jeden Fall das eine oder andere Picknick auf der IGA machen und mir die vielen tollen Gärten und Gebäude genauer anschauen. Nächter Termin für mich ist ‘Digitizing the Greenery’ am 27. April. Kommt vorbei!

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Stecki (IGA-Maskottchen) & ich